KINDER DER SONNE - THE SUN IS A DEAD STAR
von Pedro Martins Beja nach Maxim Gorki

Kooperation mit dem Schauspielhaus Graz

 

Premiere 5.10.2017, 20:00 Uhr Schauspielhaus Graz (HAUS 2)

Weitere Vorstellungen: 07.10., 18.10., 21.10., 13.11, 16.11.

 

Dimitri, Boris und Pawel haben zusammen studiert und sind Freunde geblieben. Der eine wurde Künstler, der zweite Veterinär, der dritte Chemiker. Der Maler Dimitri liebt Jelena, die Frau des Chemikers Pawel und sie wahrscheinlich ihn. Sie sitzt ihm zwar stundenlang Modell, kann sich jedoch von ihrem Mann nicht lösen. Der Tierarzt Boris liebt Pawels Schwester Lisa, die Epileptikerin ist und düstere politische Visionen hat. Zu gerne würde er einmal einem Menschen anstatt eines Tieres helfen, doch Lisa will sich weder von ihm helfen noch von ihm lieben lassen. Boris’ Schwester Melanija wiederum liebt den Chemiker Pawel. Und dieser? Liebt vor allem die Hefestämme in seinen Petrischalen. Pawels Ehrgeiz ist nämlich die Erforschung der Grundlagen des Lebens. In der geordneten Welt unter dem Mikroskop findet er Schönheit, Harmonie, Logik – ein wohltuender Kontrast zu den verwirrenden Emotionen in seinem Haushalt. Mit Blick auf die Segnungen der Chemie glaubt Pawel fest an eine strahlende Zukunft der Menschheit und daran, dass seine Generation als „Kinder der Sonne“ in die Geschichte eingehen wird. Im Gegensatz zu seinen Freunden, die pessimistisch bis fatalistisch auf das Leben blicken. Anders als der weltvergessene Forscher leben sie jedoch nicht jenseits von Zeit und Raum im Labor, sondern in einer konkreten Gegenwart. Und diese ist beherrscht von Unruhen, die sich zur Revolte steigern, als eine Choleraepidemie ausbricht, Verdächtigungen die Runde machen und die soziale Ungleichheit offensichtlich wird.

Maxim Gorki fing 1905 das Lebensgefühl einer satten bürgerlichen Schicht ein, die unter ihren persönlichen Problemen dumpf eine sich ankündigende gesellschaftliche Veränderung spürt, aber nicht weiß, in welche Richtung diese zielt. Und während sie sich bemüht, eine bessere Welt zu erdenken, verpasst sie das, was wirklich in der Gesellschaft vor sich geht. Wie in anderen Stücken der russischen Klassik reden die Figuren auch hier ununterbrochen – und meistens aneinander vorbei. Diese permanente, aber oft so dysfunktionale Kommunikation wäre komisch, wenn die Umstände, in denen sie stattfindet, nicht so tragisch wären. Ein Gefühl, das besonders die jüngere Generation, zu der auch die Studierenden des Studiengangs Schauspiel an der Kunstuniversität Graz gehören und mit denen dieser Theaterabend entsteht, nachvollziehen kann.

Regie Pedro Martins Beja

Bühne und Kostüme Elisabeth Weiß

Dramaturgie Karla Mäder

Es spielen Studierende des dritten Jahrgangs

 

Tickets und weitere Informationen erhalten Sie hier.

 

 

Foto: Johannes Gellner
Foto: Johannes Gellner

DAS FEUERZEUG - THE TINDERBOX

nach einem Märchen von

Hans Christian Andersen

 

Premiere: 6. Juli 2017

Vorstellungen: 7./8./9. Juli

Freilichtaufführung

Sommertheater im Areal der KUG

 

  

Lust auf eine Traumreise?  Eine Reise in einen Traum? Ein Sommerabendmärchen mit Musik, Poesie, Gesang und einer Brise Melancholie. Mit der Nostalgie der Zukunft die Angst der Vergangenheit besiegen. Und was hat Schopenhauer mit den Hunden zu tun? Andersens Geschichte vom Feuerzeug, neu gefasst von Heiko Senst und durch den Soundtrack von Sandy Lopicic kongenial verdichtet. Der russische Regisseur Maksim Didenko, der mit seinen eigenwilligen, oft spektakulären Theaterkreationen zuletzt in Moskau, St. Petersburg und Prag für Aufsehen sorgte, arbeitet zum ersten Mal in Graz mit Studierenden der Kunstuniversität.

 

 

Regie

Maksim Didenko

 

Bühne und Kostüm

Daniel Froschauer und Anais Rabelhofer

 

Musik und Text

Sandy Lopicic und Heiko Senst

 

Regieassistenz

Franziska Kuen

 

Schauspiel

Michail Gusev, Berenice Heichel, Frieder Langenberger, Mario Lopatta, Lukas Schöttler, Hanh Mai Thi Tran, Leontine Vaterodt, Kevin Wilke

 

Support

Alida Bohnen, Berna Celebi, Sandra Eilks, Thilo Langer, Maximilian Ranft, Annou Reiners, Lukas Schmidt, Viet Anh Alexander Tran

 

Band

Markus Amreich, Paul Diwiak, Flora Geisselbrecht, Rebecca Masser, Paul Ollinger, Thomas Perner, Johannes Vondrak (Studierende Theatermusik Sandy Lopicic)

 

 

 

Foto: Lupi Spuma
Foto: Lupi Spuma

MY LOVELY EUROPE - ein Heimatabend

 

Hauptproduktion des 3. Jahrgangs

 

Premiere: 13.01.2017 im Theater im Palais - KUG

 

 

 

Eine Bande Suchender singt sich los und spricht sich frei von jeder Verantwortung, das Richtige tun oder gar fühlen zu können und will doch die große Idee eines geeinten Europas retten. Oder zumindest verstehen, ja wenigstens leben.
So vieles, das Identität stiften könnte.
Wer bin ich? Wer bist du? Eins, zwei, drei ein Hühnerei.
Ein Heimatabend, wie wir ihn kennen und doch ganz anders – schlussendlich aber geht es doch um die Liebe, nicht wahr?

 

Inszenierung und Regie: Carola Unser

 

Es spielen: Jorien Gradenwitz, Malin Kemper, Anna Laimanee, Antonia Leichtle, Harwin Mussbacher, Simon T. Olubowale, Benedikt Steiner, Leon Norbert V. Wieferich, Vanessa Wirth