Foto: Johannes Gellner
Foto: Johannes Gellner

Der Prozess

Franz Kafka

 

Premiere: 12.11.2016

MUMUTH und Theater im Palais, KUG

 

 

 

 

 

Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet. Das ist der erste Satz aus Kafkas berühmtem Roman Der Prozess. Ein Thriller könnte so beginnen. Und doch ist es weit mehr. Die ausweglose Suche der Hauptfigur Josef K. nach dem Grund seiner Verhaftung verdeutlicht die existenzialistischen Sichtweisen des zwischen 1914 und 1915 entstandenen, Fragment gebliebenen und posthum erschienenen Romans: diffuse Erfahrungen der Angst, Unsicherheit und Entfremdung, das Ausgeliefertsein an anonyme und bürokratische Mächte.

 

Ausgehend von dieser grandiosen Vorlage haben die Studierenden des Instituts Bühnengestaltung räumliche Visionen für ein institutsübergreifendes Projekt entwickelt, das in Zusammenarbeit mit den Instituten Schauspiel / Gesang, Lied, Oratorium / Elektronische Musik und Akustik sowie dem Chor der Kunstuniversität Graz erarbeitet wird. Gemeinsam übersetzen die Studierenden Bewusstwerdung und Darstellung eines inneren Prozesses in eine dramatische Form, welche durchaus auch absurde Komik beinhaltet.

 

Regie: Hanspeter Horner

 

Studierende der Institute Bühnengestaltung / Schauspiel / Gesang, Lied, Oratorium / Elektronische Musik und Akustik // Chor der Kunstuniversität Graz